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715 Jahre Vogtei Laage Am 1. Januar 1297 wurde in einer Urkunde des Fürsten Nikolaus II. von Werle ( 1283 -†1316 ) eine fürstliche Vogtei in Laage erwähnt.
655 Jahre Siegel der Stadt Laage Aus dem Jahre 1357 stammt das älteste Siegel der Stadt Laage, ein Werlescher Stierkopf mit der Umschrift “Sigillum civitatis Lawe”.
650 Jahre Laager Wassermühle 1362 wird zum ersten Mal die Mühle an der Recknitz vor dem Stadttor urkundlich erwähnt. Nach Wilhelm Mastaler ist die Mühle wahrscheinlich schon älter und gemeinsam mit der 1292 erwähnten fürstlichen Burg in Laage errichtet worden. Durch ihren Stau sicherte sie nämlich die Wasserführung der Burggraben. ( s. W. Mastaler - “Die Mühlen des Kreises Güstrow” )
640 Jahre Heiligen-Geist-Hospital zu Laage 1372 heißt es : “Friedrich und Johann von Moltecken stiften eine Kirche und Picarie vor dem Städtlein Lage, dazu der Rath daselbst die Stelle zu ewigeen Zeiten hergeben.” [ Nach Carl Beyer handelt es sich bei dieser Stiftung um das “Hospital zum Heiligen Geist” Demnach stifteten Friedrich ( * um 1265 ) und Johann ( * um 1309 ) von Moltke das Hospital und 22 Morgen Land. Johann von Moltke war zusammen mit seinem Vater Vicke Moltke ( † um 1392 ), seit dem 27. März 1362 im Besitz des Gutes Kronskamp, welches er von der Witwe des Berthold Berckhahnes gekauft hatte. ]
525 Jahre Kaland Laage 1487 werden erstmals die Kaland-Laienbrüderschaft in Laage genannt : Laut eines Briefes des “Commissarii Archidiaconatus Rostochiensis in Ecclesia Suerinsi” wird angezeigt, daß Heinrich Jord für sich und von wegen Heinrich Schönfeld´s in Subzin dem Kaland zwei große Grapen ( olla ) gegeben habe.
355 Jahre Bau des Schlosses Rossewitz 1657 wurde mit dem Bau des Schlosses Rossewitz begonnen. Der Franzose Charles Philipp Dieussart ( † 1696 ) erbaute das Schloß in den Jahren 1657-1680 für den in dänischen Diensten stehenden Generalmajor Joachim Heinrich von Vieregge ( *1610 - †1670 ), dessen Familie seit 1450 hier ansässig war.
320 Jahre Papiermühle zu Laage ( “Henningsmühle”) 1692 entstand die Papiermühle am Pludderbach. Die Stadt verkauft an den Bürger Samuel Kägeler soviel Boden am Pludderbach, das er eine kleine Papiermühle darauf anlegen kann. Er darf aber zwei Stampfen errichten, ohne eigene Wohnung.
300 Jahre Treffen des Zaren Peter I. von Rußland mit dem Herzog August den Starken von Sachsen in Laage Vierzehn Wochen lang liegen im Herbst 1712 die Russen auf der Laager Feldmark. Peter I. ( * 1672 -†1725 ), Zar von Rußland seit 1696, trifft über Dresden und Berlin in der Stadt ein. Der russische Zar Peter I. der Große nahm am 28. November in Laage sein Hauptquartier. Er weilte hier bis zum 30. November. Am 30. November trifft sich August II. der Starke ( *1670 -†1733 ), Kurfürst von Sachsen seit 1694 und König von Polen seit 1697, der im Jahre 1712 nicht weniger als 260 sächsische Pfund zu 567 Gramm ( 147 kg ) auf die Waage brachte, mit dem russischen Zaren. Man berät sich und tauscht Orden aus 11.000 russische Soldaten lagerten auf dem Laager Feldmark. An sie erinnerten zu Beginn unseres Jahrhunderts noch mehrere Flurnamen wie Moskowitersoll und Moskowiterdämme.
280 Jahre Armenfriedhof Laage 1732 erfolgte die Errichtung eines Armenfriedhofes in der Stadt, da der alte Friedhof bei der Kirche zu eng wurde. Der Friedhof wurde unweit St. Jürgen errichtet und wurde deshalb St. Jürgens Friedhof genannt. 1882 wird der alte Armenfriedhof eingeebnet. Darüber erfahren wir aus der Rats - und Ausschußsitzung vom 19. Juni 1882 : “Auf Vorschlag des Magistrats beschloß man die Einebnung des Armenkirchhofs. Falls die Eigenthümer einverstanden, sollen seitlich Bäume angepflanzt werden.” Jenes Gelände des Armenfriedhofes befand sich in der Breesener Straße und ist noch heute gut zu erkennen, da das Gelände nicht mit Gebäuden bebaut, sondern ausgelassen wurde, wodurch die noch heute sichtbare Lücke zwischen den Häusern Breesener Straße Nr. 56 und Nr. 57 entstand.
225 Jahre Pastorentafel in der Laager Stadtkirche Aus dem Jahre 1787 stammt die Pastorentafel in der Laager Kirche. Sie wurde laut Unterschrift von dem Dr. C. F. Schultze aufgestellt und nennt folgende Pastoren : Johannes Katte 1534, Ulrich Evers 1538, Joh. Schwenn 1541, Conrad Ritter 1578, Jochim Stein 1616, Nicolaus Stein 1618, Georg Erasmus 1679, Michael Blanck 1712 , Christian Clasen 1740 und Carl Leopold Schultze 1743 -1787.
225 Jahre Amtsrolle der Laager Bäcker Aus dem Jahre 1787 datiert ist die Amtsrolle der Bäcker, die Urkunde aus dem Gründungsjahr 1705 war wohl verloren gegangen oder verbrannt, so das eine Erneuerung des Amtes 1787 stattfand.
220 Jahre Laager Windmühle 1792 erhielt der Müller der Stadt neben der vorhandenen Bockmühle eine zweite holländische Windmühle errichtet, die ihm ebenfalls als Eigentum überlassen 1872 wurde diese Windmühle durch den Neubau einer Galerie - Holländer -Windmühle auf dem Mühlenberg ersetzt. Der Müller August Lüth kaufte 1870 die Holländer - Windmühle und die daneben stehende Bockwindmühle. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn Paul Lüth ( *1876-†1939 ) die Mühlen, die er 1939 der Stadt vermachte. ( Dieselbe brannte am 28. August 1997 infolge Brandstiftung bis auf die Grundmauern ab. )
210 Jahre Armenkasse Laage 1802 wird die Armenkasse in Laage gegründet, die sämtliche Armenpflege in der Stadt übernimmt. Über diese ursprünglich aus einer bürgerlichen Stiftung hervorgegangene, jetzt von der Kirche geleitete Armenkasse ist aus einer Ratssitzung vom 11. August 1873 zu erfahren : “Geistlicher Armenkasten. - Der Magistrat theilt das Folgende mit : Es existirt in hiesiger Stadt eine milde Stiftung, Armenkasten genannt, unter der Verwaltung des Kirchenprovisors, deren Ursprünge unbekannt sind ; ursprünglich unter bürgerlicher Verwaltung wird aus dem Vermögen dieses Stifts bis Anfang dieses Jahrhunderts die ganze Armenpflege beschafft sein ; außerdem besaß das Stift ein Armenhaus, in welchen alte Leute Wohnung, Feuerung und Gartenland vom Stift erhielten. Mit der Zeit ging die Verwaltung des Stifts in die Hände der Kirche über und wurde zunächst, die allgemeine Armenpflege aus dem Stiftsvermögen, sodann aber auch nach dem Abbruch des Stifthauses die Naturalverpflegung alter Leute aufgehoben. Die Armenpflege ging an die 1802 errichtete Armencasse über und gelang es einer geschickten Verwaltung des Stiftvermögens nicht nur die Schulden, in welche das Stift gekommen, abzutragen, sondern auch beträchtliche Capitalien für dasselbe zu sammeln. Seit 1802 bestand die einzige wirkliche Armenpflege des Stifts in der Lieferung der ursprünglich an die Prövener im Armenhause gelieferten 2 Faden Holz zur Armencasse und gelang es den mehrfachen Anträgen des Magistrats aus den Einkünften der Stiftung eine nach und nach erhöhte ...”
180 Jahre Pflasterung der Hauptstrasse 1832 erfolgt eine Pflasterung der Hauptstraße.
165. Geburtstag des Laager Schriftstellers u. Pastor Carl Beyer Carl August Friedrich Albert Beyer wurde am 14. Februar 1847 in Schwerin geboren. Sein Vater war ein Stadt - und Waisenhausschullehrer in Schwerin. Seine Mutter Marie Caroline Luise, geborene Hacker. Am 1. Oktober 1875 wurde er Pastor in Laage. Am 1. Oktober 1900 gab er sein Amt als Pastor in Laage wegen Erkrankung auf und wohnte seitdem in Rostock. Folgende Werke schrieb der Dichter : 1884 “Pribislaw” ( Roman ) , “Um Pflicht und Recht” 1887/88 , “Anastasia” ; “Geschichte der Stadt Lage” erschien in zwei Teilen ( Band 52/53 ; 1887/88 ) in den Jahrbüchern des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Alterstumskunde. Gretchenwäschen” ( Erz. ) 1896 ; “Die Geschichte vom kleinen Buckligen” 1896 ; “Der Fischer und die Meerminne” ( Märchen ) 1896 ; “Wilhelm Pick - lingsts Kriegsfahrten” 1896 ; “Studentenleben im 17. Jh.” ( Kulturbilder ) 1899/ 1900 ; “Von Leuten , die auch mit dabei gewesen sind” ( Kriegsgeschichten 1870/71 ) 1900 ; “zu guter Letzt” ( Erz. ) 1901 ; “Swinegel-Geschichten” 1901 ; “Gleißendes Gold” ( Volksschr. ) 1903 ; “Stane und Stine” ( Erz. ) 1903 ; “Kulturgeschichtliche Bilder aus Mecklenburg” 1903 ; “Mecklenburgische Geschichte in Einzeldarstellungen, Zauberei und Hexenprozesse im evangelischen Mecklenburg” Berlin 1903 ; “Ut de Preußentid” ( Schauspiel ) 1905 ; “Das große Kind - Tater” ( Erz. ) 1905 ; “Die Nebelnixe” ( Märchen ) 1905 ; “Fräulein - In der Tiefe - In letzter Stunde” ( Erz.) 1906 ; “Durch Bruderblut” ( Erz.) 1906/ 07 ; “Der verzauberte König” ( Weihnachtsspiel ) 1907 ; “Der Moorschäfer” ( Erz. ) 1909 ; “Willn wi mal wat wedden” 1910 ; “Pa - scholl” ( Roman ) 1911 ; “Das höchste Heil”; 1921 ; “Die Nonnen von Dobbertin” 1907 ; “Neubau unter Trümmern” ; “Alte Herzogin”.
160 Jahre Laager Judenfriedhof 1852 wird “in der Weide” ( auf dem späteren Judenberg ) der jüdische Friedhof angelegt. Im Jahre 1803 gab es in der Stadt Laage 4 , 1808 6, 1810 26, 1834 34 und im Jahre 1851 45 jüdische Einwohner. Erst die steigende Anzahl von jüdischen Einwohnern machte die Errichtung eines eigenen Friedhofes in der Stadt notwendig. Zuvor scheinen die Verstorbenen auf dem jüdischen Friedhof in Güstrow bestattet worden zu sein, wie aus einem Bericht des Laager Bürgermeisters aus dem Jahre 1812 hervorgeht. Im Jahre 1852 wurde dann der jüdische Friedhof auf dem sogenannten Scheibenberg “in der Weide” angelegt. Das Gelände wurde zuvor, bis zum Jahre 1835, von der 1705 gegründeten Laager Schützenzunft genutzt. Dieselbe veranstaltete dort ihre Schießübungen und das traditionelle Schießen “nach der Scheibe”, woher auch die Bezeichnung “Scheibenberg” stammt.
150 Jahre Wahlrecht der Laager Lehrer Erst im Jahre 1862 erhielten Lehrer ein Stimmrecht bei den Gemeindewahlen. Lehrer galten bis dahin nicht als Vollbürger.
150 Jahre Laager Vorschußverein Am 2. April 1862 wurde in der Stadt Laage der Vorschußverein gegründet. Die Vorschußvereine, welche nach dem System des preußischen Abgeordneten der Nationalversammlung, Hermann Schultze-Delitzsch ( *1808 -†1883 ) eingerichtet wurden, waren die Vorläufer der Volks - und Genossenschaftsbanken. Bereits im Jahre 1848 hatten die Gewerbetreibenden des Städtchens eine “Vorschußkasse für Gewerbetreibende” gegründet. Dieselbe wird im Januar 1875, nach der erfolgten Gründung des Vorschußvereins aufgelöst. Im Jahre 1865 hatte der Laager Vorschußverein 169 Mitglieder mit einem Sparguthaben von 2563 Talern im März desselben Jahres.
145 Jahre Laager Wilhelmstraße ( “Strasse des Friedens” ) Im Jahre 1867 beginnen auch die Arbeiten an der heutigen “Straße des Friedens”. Die Straße wurde zunächst als Verlängerung der Wallstraße angesehen, weshalb die Arbeiten und Kosten auch unter der Bezeichnung “Wallstraße” geführt werden. Im Jahre 1872 gab man diesem bisherigen Teilstück der Wallstraße dann den Namen “Wilhelmstraße” zu Ehren des deutschen Kaisers.
125 Jahre Carl Beyer`s “Geschichte der Stadt Lage” Im Jahre 1887 veröffentlicht Pastor Beyer seine Geschichte der Stadt Laage. Gedruckt in der Bärensprungschen Hofbuchdruckerei Schwerin. Separat-Abdruck aus den Jahrbüchern des Vereins für mecklenburgische Geschichte in den Bänden 52 und 53 in den Jahren 1887 und 1888.
120 Jahre Laager Sparkasse Am 16. November 1892 erfolgte die Gründung der Sparkasse ( Ersparnisanstalt ) Laage. Am 16. 11.1892 wird die Ersparnis-Anstalt zu Laage landesherrlich bestätigt. Ihren Betrieb nahm sie unter der Leitung der Herren Senator Schröder und Kaufmann Volmar am 1. Januar 1893 auf.
115 Jahre Villa Marie in Laage 1897 wurde durch den Bürgermeister Karl Klockow die “Villa Marie”, Breesener Straße Nr. 8 erbaut. Die Villa Marie wurde in den Jahren von 1897 bis 1900 fertiggestellt.
110 Jahre Krankenhaus Laage Am 9. April 1902 wurde das vom Architekten Korff entworfene und projektierte Krankenhaus in der Breesener Strasse eingeweiht. Die Gräfin Bassewitz aus Diekhof stiftete dafür 23.000 Mark.
105 Jahre Laager Fußballclub Corso Im Mai 1907 erfolgte in der Stadt Laage die Gründung des Fußballclubs “Corso 1907”.
105 Jahre “Villa Habicht” zu Laage 1907 errichtete der Laager Architekt Paul Korff die “Villa Habicht” ( später Hauptmann Ziegler, dann zu DDR-Zeiten Jugendklubhaus, heute im Besitz von Isabella Meyer ) in Laage am Denkmalsweg Nr. 7.
85 Jahre Laager Verkehrsverein Am 28. Februar 1927 erfolgte die Gründung des Verkehrsvereins Laage. Ziel dieses Vereins war es, den Tourismus in der Gegend zu fördern und den Gästen geeignete Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen.
85 Jahre Laager Motorradclub Am 19. Mai 1927 erfolgte die Gründung des “Laager Motorradclubs” ( Neugründung 1930 ).
75 Jahre Fritz Kählers “Wahrheit und Dichtung über Laage” Am 15. Dezember 1937 erscheint im Verlag der Druckerei Paul Holm Laage Fritz Kählers kleine Broschüre “Wahrheit und Dichtung über Laage”.
75 Jahre Laager Kleingärtnerverein 1937 wurde der Laager Kleingärtner-Verein e. V. gegründet.
55 Jahre Volkseigenes Gut Laage 1957 erfolgte der Aufbau des Volkseigenen Gutes ( VEG ) Laages, zum 1.1. 1958 als offiziellen Gründungstag. Vorher war es ÖLB und Staatl. Tierzuchtbetrieb. Zunächst hatte dieses VEG 22 Mitarbeiter. Den Grundstein des VEG bildeten 28 verwahrloste herrenlose Betriebe. Die Wirtschaftsfläche betrug 74, 55 ha.
55 Jahre Freibad Laage Am 25. Juli 1957 wurde das Freibad in der Bahnhofstrasse eröffnet, obwohl die Anlage zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz fertig gestellt worden war.
45 Jahre “Louis-Fürnberg-Oberschule” Laage 1967 wurde am Sportplatz die POS II. fertiggestellt, welche später den Namen “Louis Fürnberg Oberschule” erhielt.
35 Jahre Freilichtbühne Laage Im Jahre 1977 wurde die Freilichtbühne am Stadtpark eingeweiht.
35 Jahre Laager Herbstmarkt Der Erste Laager Herbstmarkt fand am 7./ 8. Oktober 1977 statt.
35 Jahre Katholische Kirche Laage Im Jahre 1977 wird die alte Baracke der Katholischen Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen. In den Jahren 1977 bis 1978 entstand die neue Katholische Kirch-Gebäude am Ückerweg 1 mit 128 Sitzplätzen.
30 Jahre Albertinum Laage 1982 erfolgte die Fertigstellung eines Mehrzweckgebäudes des volkseigenen Tierzuchtgutes an der Polchower Chaussee, kurz “Albertinum” genannt, nach Albert Brüggemann, dem damaligen Chef des VEGutes.
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